Noten oder Vitamin B: Was bei der Berufswahl wirklich zählt (Folge 1)
Shownotes
Alle wollen studieren, keiner will mehr eine Ausbildung machen – stimmt das eigentlich? Und wenn ja, warum? In der ersten Folge von "Die Unstudierten" gehe ich mit euch auf eine Berufsmesse, spreche mit Jugendlichen zwischen Infoständen und Gratis-Kulis, mit Ausbildern und einer Experten darüber, was da eigentlich schiefläuft. Spoiler: Am Ende zählt oft weniger das Zeugnis als der Mut, einfach noch mal hinzugehen.
Die Staffel "Die Unstudierten" wurde möglich gemacht durch die Rechercheförderung von riff gGmbH.
Quellen: Zentrale Studie https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/ausbildungsperspektiven-2025 Anzahl Ausbildungsberufe https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/21008 Anzahl Studiengänge https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-03-Studium/02-03-01-Studium-Studienreform/HRK_Statistik_BA_MA_UEbrige_WiSe_2025_26.pdf
Instagram: https://www.instagram.com/katringibtkontext/
Website: https://www.kontext-recherche.de
Transkript anzeigen
00:00:01: Teil dieser
00:00:01: Antworten würde die Bevölkerung
00:00:02: verursachen.
00:00:03: Die Menschen setzen in Krisenzeiten
00:00:04: völlig zu recht großes Vertrauen gegen die Politik, dass
00:00:08: nicht durch das Vielverhalten
00:00:10: einzelner zerstört werden kann.
00:00:14: Das ist ein tiefer schwarzer dunkler Sumpf und der muss jetzt endlich offen
00:00:25: sein.
00:00:27: Willkommen bei Context Deluxe.
00:00:29: Mein Name ist Katrin Engler, ich bin Freie Journalistin und in diesem Podcast möchte ich Geschichten beleuchten die hinter den alltäglichen Schlagzeilen untergehen.
00:00:38: In dieser ersten Staffel – Die Unstudierten geht es um Bildung.
00:00:43: Dazu hat eigentlich jeder eine Meinung.
00:00:45: Man hört heute immer wieder Niemand will mehr arbeiten alle wollen studieren und einer Ausbildung Ist nicht mehr strebenswert.
00:00:53: Aber ist das überhaupt so?
00:00:55: Und wenn ja Woher kommt dann diese Abwertung von beruflicher Ausbildung und niedrigen Bildungswegen?
00:01:02: Und was macht es mit den jungen Menschen, die das betrifft?
00:01:05: Genau diesen Fragen möchte ich nachgehen.
00:01:08: Wie immer habe ich keine
00:01:09: Antworten für
00:01:10: euch aber Kontext!
00:01:18: Los geht's wo die Entscheidungen getroffen werden.
00:01:21: auf eine Berufsmesse.
00:01:23: zwischen Infoständen und Gratisko-Geschreibern tummeln sich ganz wie junge Menschen, Auf der anderen Seite sind da Betriebe, die Auszubildende suchen.
00:01:35: Man merkt richtig wie Aufregung aber auch Frust in der Luft legt.
00:01:40: Man hört es an den Gesprächen zwischen Eltern und ihren Kindern unerhalb von Schülergruppen.
00:01:46: Auf der Berufsmesse Kult in meiner südbadischen Heimat Blörach konnte ich mit der Organisatorin Martina Huck ins Gespräch kommen.
00:01:54: Sie hat mir erzählt was sich in den letzten Jahren verändert hat.
00:01:57: So im Laufe der Zeit habe ich festgestellt dass man dass die Angebote immer niederschwelliger werden müssen.
00:02:04: Also,
00:02:05: die
00:02:07: jungen Leute, die trauen sich nicht so viel, die kümmern sich aber auch nicht im Vorfeld was Vorbereitungen oder Informationen angeht das muss ganz niederschwellig sein damit es überhaupt wahrgenommen und genutzt wird.
00:02:22: also das habe ich so festgestellt dass wir da immer mehr Ich sag jetzt einfach mal Babysitter sein müssen und die an die Hand nehmen müssen, in dem was wir tun und was wir anbieten.
00:02:35: Babysittersign – das hört sich natürlich schon krass an!
00:02:39: Aber die Wahrheit ist dass ich tatsächlich einundfünfzig Prozent der Jugendlichen beklagen, dass es zwar ausreichend Informationen gibt wenn sich aber darin nicht gut genug zurechtfindet.
00:02:50: Das sagt eben eine Befragung, die die Bertelsmann Stiftungen jedes Jahr einen Auftrag gibt.
00:02:55: Ich werde diese unten verlinken.
00:02:58: Es gibt die Informationen ja irgendwie, es gibt Broschüren und Veranstaltungen aber das kommt wohl nicht an.
00:03:07: Was Martina Huck deswegen macht ist mit ihrem Team an die Schulen zu gehen!
00:03:12: Präsenz sein müssen einfach an den Schulen und den Lehrern unter die Arme greifen, weil sie natürlich von vielerlei Seiten Impulse Material Anfragen Angebote bekommen.
00:03:23: Dass Sie das alles ja so auch gar nicht abbilden können?
00:03:25: Die haben wir auch in anderen Auftrag.
00:03:27: Und dann versuchen wir einfach soviel wie möglich zu bieten was sie übernehmen können damit es für sie einfach händelbar ist und bei der Zielgruppe entsprechend ankommt.
00:03:40: Im Team dafür zuständig an die Schulen zu gehen ist Laura Graf.
00:03:45: Ich könnte auch mit ihr ein gutes Gespräch führen, sie selber hat erst Lehramt im Bachelor studiert dann aber gemerkt dass die Arbeit in der Wirtschaft ihr doch besser legen würde.
00:03:57: Und das habe ich irgendwie ob Versinanz getrocknet.
00:04:03: Seit der habe ich einen Master, bin ich gerade dabei den Abzuschließen im Grand Management also Markenmanagement.
00:04:09: Ich stehe jetzt vor der Masterarbeit und dann
00:04:11: bin ich mal feinerlich fertig in dem Studium
00:04:13: und begleite seitdem jetzt eben immer wieder die Kulgieren, die Schulen, die Schülerinnen und Schüler und bereitet sie auf die Messe gesucht vor dass sie einfach mit ein bisschen Plan zu den Ständen gehen, guter bis Kirche
00:04:32: Und die Schüler bekommen nicht nur an der Schule, vor der Berufsmesse Unterstützung.
00:04:37: Sondern auch auf der Berufsmesse
00:04:38: selbst.".
00:04:45: wo die Kinder oder Jugendlichen packe ich kommen können und wir gemeinsam so, ich sag mal in den Kompass aufgehauen gucken hey was könntet ihr hier passen?
00:04:59: Ihr habt nicht dass ich denen, weil wir bin ja auch gar nicht qualifiziert, denen jetzt sage macht den und den Job aber die gehen da einfach in Dialog und schauen wo liegen die Kompilternien der Person, worauf hat sie Bock.
00:05:09: Und dann ist meistens das Resultat, dass sie dann auf sehr viel konkreter hier in die Stürche gehen können, konkreeter zu Stempen gehen und sind immer wieder schön, wie dann am Ende des Nessebesutes zu sehen.
00:05:20: Und manchmal sogar auch ein paar Jahre später, dass wir uns irgendein Mal in Kontakt kriegen müssen, was sie so gemacht haben.
00:05:28: Individuelle Unterstützung ist also wichtig – das ist ja auch kein Wunder!
00:05:32: Weil es gibt ja in Deutschland dreihundertfünfundzwanzig staatlich anerkannte Ausbildungsberufe Und über Zweiundzwanzigtausend Studiengänge.
00:05:41: Das kann man sich gar nicht
00:05:42: vorstellen!
00:05:43: Wenn man diese Listen anguckt, dann weiß man gar nicht wo man anfangen soll und so ist es eben auch recht unterschiedlich an welchem Punkt die Jugendlichen in dem Entscheidungsweg sind.
00:05:55: Keine natürlich nur aus neuner Perspektive beruht, habe ich mir keine Schüller ingenehre oder ein Schülla.
00:06:00: Ich will das irgendwie abbrechen was sie fühlen.
00:06:02: In meiner Wahrnehmung gab's damit nicht super viel Informationen, ihr hättest intrinsisch motiviert statt.
00:06:08: Mit Sicherheit passiert ja auch vieles über Sauschinea und
00:06:11: Co.,
00:06:11: dass sie einfach sehen, hey, die Miefigkeiten gibt's!
00:06:14: Ich würde mich jetzt nicht so weit aus den Fenster lehnen zu sagen, ich kann Dickerfekt sagen was der in Hauptinfundationsgrille ist keine Ahnung.
00:06:21: Ich glaube ob sind die auf einem Punkt das sie nach ein bisschen ihr Leben leben und sich noch gar nicht so wahnsinnig viel damit auseinandersetzen?
00:06:29: Aber es gibt durchaus auch immer wieder viele Kandidaten in den Klassen die dann spacken, wenn ich frage wer weiß um was sie da eher gemacht haben will oder sagen es so.
00:06:40: Vierzig Prozent oder dreiß bis vierzig Prozent sagen ja ich weiß aber ich habe eine GoVD und die anderen sagen ja mal gucken.
00:06:47: So individuell die Berufswahl, so individuell ist auch der Weg dorthin Was ihr doch einfach darauf hattest auf welcher Schule der jeweilige Schüler ist.
00:06:57: Ich habe aus Weiner-Warnium von den Briefings der letzten Jahre schonmest geblieben, dass an den Werklehrschulen oder die Landschulen und Gemeinschaftsschulen tatsächlich mehr Richtung Ausbildung, Studium wiegt gemacht wird.
00:07:10: Da wir finden ob in der Praktika statt ein Walder-Schimmelchenhabersand ist.
00:07:14: Die machen Schmeine.
00:07:15: Fünf ist sechs Praktikas im gesamten Schillerausbahn.
00:07:18: Das ist total cool!
00:07:19: Also da das ist eine Ausnahme.
00:07:22: Die sind sehr aktiv.
00:07:23: aber ich hab damals gefühlt, dass die, die einen Kaub oder realer Fuß machen
00:07:32: Und das ist mehr als nur ein Gefühl.
00:07:34: Gymnasiasten sind nämlich laut Studien die Unentschlossensten, aber warum?
00:07:41: Eben weil Berufsorientierung unter Akademikan keine große Rolle spielt!
00:07:47: Das erzählt mir die Erziehungswissenschaftlerin Professorin Ingrid Miethe von der Universität Gießen.
00:07:54: Diese Berufsorientierung ist auch ein bisschen was, was relativ typisch ist für Unterschichtsmiljöse.
00:07:59: Also für Bildungsaufsteiger weil erst mal klar in der Regel sind die finanziellen Situationen prekärer und man muss im Prinzip dann auch sicher gehen von seiner Hände Arbeit leben zu können also wirklich einmünden zu können.
00:08:13: bei Akademiker Kindern spielt das gar nicht so eine Rolle welcher Beruf hinterher raus kommt sondern es ist einfach klar man studiert
00:08:22: ja
00:08:22: Und
00:08:25: dann wird das schon irgendwie.
00:08:27: Ja, und das macht den Unterschied aus und von daher sind Akademiker Kinder da nicht so... Die denken ja gar nicht so drüber nach ist das jetzt immer berufsrelevant ne?
00:08:37: Und Aufsteiger ja lieber noch ein Praktikum mehr.
00:08:40: und was mache ich denn damit?
00:08:42: Und die können sich oft gar nicht aufs Studium einlassen weil sie so fixiert sind.
00:08:45: oh Gott habe ich hinterher überhaupt einen Shop!
00:08:47: Was mache ich dann?
00:08:48: beziehungsweise auch oft in Felder gehen wo halt die Berufe sicher sind?
00:08:53: Also ich werde halt Lehrer, so ein typischer Aufsteigerberuf.
00:08:57: Und also was weiß ich?
00:08:58: Das Kind hat Interesse an Kunst und Mathematik und jetzt kommt zu seinen Eltern sagt Ich will Kunst- und Mathematics studieren!
00:09:06: Und dann sagen seine Eltern um Gottes Willen mein Stohn Was wirst du denn hinterher?
00:09:10: Ja weiss ich auch nicht so aber ich habe Lust Mathematika und Kunden naja das geht nicht.
00:09:15: Wenn du schon sowas studierst dann machs auf Lehramt.
00:09:19: Viele kennen solche Gespräche, ich auch Und auch viele ihrer Lehramtsstudenten erkennen sich wieder.
00:09:39: Und AKD-Megakinder würden sagen, ja mein Gott dann studierst du halt Kunst und Mathematik.
00:09:49: Ich hätte mir zwar was anderes für dich vorgestellt aber du wirst schon sehen was du damit machen kannst.
00:09:54: da wird schon etwas rauskommen.
00:09:56: Das ist auch der Grund warum ich auf den Berufsmessen eher weniger Gymnasiasten angetroffen habe.
00:10:02: Für die spielt es erstmal weniger eine Rolle und auch die Gymnasien schicken ihre Schüler eher nicht hin.
00:10:10: Auch darüber hab' ich mit der Organisatorin reden können.
00:10:14: Wenn es ums Thema Ausbildung geht, dann hast du hier einfach ein großes Angebot und es ist leichter die Infos an so einer Veranstaltung zu bekommen als in einzelne Betriebe zu gehen.
00:10:29: Deswegen ist das für diese Schulformen Werkrealschule real Schule Einzig passende Format, sage ich jetzt mal.
00:10:38: Aber die Gymnasiasten wenn es heißt heydege studieren dann gehen sie an die Uni da gibt's einen Tag der offenen Tür Dann gehen die an die DHBW Da gibt´s den Tag der Offenen Tür.
00:10:47: Dann orientieren Sie sich dahin und kriegen dafür schulfrei.
00:10:53: Ja also Ich glaube nach wie vor dass die Gymnasiasten hier sehr gut aufgehoben wären.
00:10:59: das ist für die unbedingt mehr wert hätte.
00:11:03: aber Wir können nicht mehr wie informieren und anbieten.
00:11:07: Man kann ja niemanden irgendwie zu seinem Glück
00:11:09: zwingen.".
00:11:10: Es sind natürlich alles freiwillige Angebote, aber der Vorteil an einer Berufsmesse ist man kann alles mal ausprobieren!
00:11:18: Bei dreihundertfünfundzwanzig Ausbildungsberufen und über zwanzigtausend Studiengängen.
00:11:24: da sind auf jeden Fall Felder dabei von denen man keine Ahnung hat.
00:11:28: Das sind die Mitmachangebote wo wir gedacht haben die bieten wirklich ein Mehrwert, weil dann kannst du einfach wenn du dir nichts drunter vorstellen kannst hingehen mitmachen dir das angucken und dann entsteht alleine schon Gespräch aus dem Doing heraus.
00:11:46: Und da lernt man manchmal Dinge kennen oder auch Menschen kennen wo man sonst vielleicht gar nicht sich miteinander gesetzt hätte.
00:11:53: Zu vielen Berufen und deren Arbeitsprozessen, deren Material, deren Kundschaft hat man dann doch einfach kein Zugang.
00:12:02: Gerade beim Handwerk ist das in den letzten Jahren zum Thema geworden.
00:12:06: Darüber konnte ich mit der Pressespecherin von der Handwerkskammer Leipzig Annette Fritzsch reden.
00:12:13: Sie seht ja vor allem den Unterschied zwischen Land und Stadt.
00:12:16: Ich glaube, dass es tatsächlich so ein kleines Problem ist, das Handwerk ist halt gerade in der Stadt geht das gut unter, weil es auch meistens zwischen Wohngebieten ist wo man das vielleicht nicht unbedingt wahrnimmt und gar nicht auf die Idee kommt.
00:12:29: Auf dem Land glaube ich ist es wieder anders.
00:12:31: da kennt man sich, da ist man befreundet, da is das Familie Da ist der Einstieg wahrscheinlich leichter aber in der Statt ja ist es oft nicht sichtbar wahrscheinlich und den Menschen ist auch nicht mehr bewusst was alles Handwerk überhaupt ist.
00:12:46: Also man kennt viele Berufe, nicht mehr oder man denkt eben immer nur an Bau.
00:12:50: Aber dass jetzt zum Beispiel ein Bäcker oder einen Fleischer oder der Friseur auch Handwerk ist – da denken wenige dran!
00:12:57: Das Problem ist also die Sichtbarkeit in der Gesellschaft im Stadtbild und im Dorfbild wie auch immer.
00:13:04: Das beschäftigt auch die Unternehmen selbst vor allem wenn es um Nachwuchsgewinnung geht.
00:13:37: Das ist Lara Rippel.
00:13:38: Sie arbeitet in der Personalabteilung des Maschinenbauunternehmens Magnetik am Loracher Standort und mit ihren Kollegen vertritt sie das Unternehmen auf der Kultmesse.
00:13:49: Im Gespräch betont sie, wie wichtig der persönliche Kontakt über Berufsmessen, über Bekannte oder vielleicht sogar über die Familie
00:14:01: ist.
00:14:29: Der persönliche Kontakt ist also etwas, von dem beide Seiten profitieren.
00:14:33: Auf der einen Seite stehen kleine Unternehmen oder die, die sich in Nischenbranchen aufhalten nehmen großen Truggeriketten.
00:14:43: Zwar ist Standgröße und Personalaufwand auf jeden Fall unterschiedlich aber doch finden sie statt nebeneinander und werden auch wahrgenommen von den jungen Menschen.
00:14:55: Auf der anderen Seite kann ein junger Bewerber, der vielleicht nicht so gute Noten hat, im Gespräch zeigen wie motiviert und nachfachlich interessiert er ist.
00:15:04: Und dann eben doch besser auf die Stelle passt als ein schulischer Überflieger!
00:15:08: Der Personaler von Wiedel hat mal gesagt es war spannend für ihn.
00:15:12: da
00:15:13: ist ein Mädlern standgekommen und hat gesagt Von euch habe ich eine Absage gekriegt und ich wäre so gern zu euch gekommen.
00:15:24: Und dann haben sie sich einfach unterhalten.
00:15:25: und sie haben sich so gut unterhalten, dass er sich das aufgeschrieben hat.
00:15:28: Dann haben die sich getroffen und mittlerweile machte da ihre Ausbildung vorgesagt.
00:15:33: Ja wir haben die abgelehnt wahrscheinlich halt über Zeugnis geguckt.
00:15:36: Irgendwas hat nicht gepasst!
00:15:38: Jetzt wo man den Menschen vor sich hat kennenlernt muss man feststellen hey es wäre doch ein zweiter Blick wert gewesen.
00:15:45: Ich könnte mir vorstellen, dass für ganz viele gilt... die Hürde über die Bewerbung vielleicht ein Vorstellungsgespräch zu kriegen.
00:15:55: Nicht unbedingt geschafft hättest oder vielleicht auch nicht auf
00:15:58: dich genommen,
00:15:58: weil du gedacht hast ich hätte eh keine Chance.
00:16:01: aber wenn du dann doch da jetzt die Möglichkeit hast dich direkt so unterhalten für beide Seiten auch sich zu beschnuppern und sich kennenzulernen dass es dann noch mal Möglichkeiten gibt die vielleicht einfach übers formelle hinaus gar nicht entstanden wären.
00:16:17: Bei meiner Recherche habe ich wirklich überrascht, viele solche Anekdoten gehört.
00:16:22: Das kann jetzt erschreckend oder traurig sein!
00:16:26: Zentral ist.
00:16:27: der persönliche Kontakt kann sehr gut funktionieren – obwohl natürlich so eine Berufsmesse auch für den einen oder anderen sehr überfordernd sein kann aufgrund der Masse von jungen Menschen.
00:16:39: Tatsächlich wachsen die Sorgen bei niedriger Schulbildung.
00:16:43: Jugendliche mit niedrigen Schulbildungen Blicken laut der angesprochenen Battlesmart-Studie immer skeptischer auf ihre Aussichten, auf dem Arbeitsmarkt.
00:16:54: Wir haben also auf der einen Seite Perspektivlosigkeit bei denen die nach der neunten Klasse ein Abschluss machen und auf der Suche
00:17:02: nach einer
00:17:03: Ausbildung sind Und auf der anderen Seite haben wir Schüler die Nach der zwölften Klasse Die Schule mit Abitur verlassen aber nicht wissen wie der Weg weitergehen soll.
00:17:18: Eine Frage, die ich während meiner Recherche jeder Person nach unserem Gespräch gestellt habe war was würdest jungen Menschen raten?
00:17:28: Die Antworten ging oft in eine ähnliche Richtung.
00:17:32: Die einen rieten ausprobieren, ausprobierend und nochmal ausprobiert!
00:17:37: Also ich würde extrem dazu raten nur zu versuchen alles mal anzuschauen was man in irgendeiner Form sich vorstellen könnte sei es praktikals sei es irgendwie Schnuppertag oder wie auch immer Weil es gibt mittlerweile so eine Vielzahl an Ausführungsverwichtung oder allgemein an Berufen, die ist früher gar nicht gar mit Bezeichnungen, die man mit Reile gar nicht erkennt.
00:17:57: Dass man wirklich sagt ich schaufe mir an den Practicast oder Supertagen
00:18:02: auf
00:18:02: wenn man am Ende merkt, ist es nicht dann kann man zumindest was ausschließen.
00:18:07: also unbedingt die Möglichkeit einfach nutzen sich die Dinge anzugucken und zu schauen.
00:18:12: passt das zu mir oder nicht?
00:18:13: weil aus dem Papier kann man viel lesen und denken ja das passt zu mir wenn man's nie erlebt hat Es ist schwierig, sondern ich würde auch empfehlen gerade wenn es in Unternehmen geht sich verschiedene Unternehmensgrößen anzupicken.
00:18:25: Also ganz kleine Unternehmen mit eigentlich dreißig Mitarbeitern über Unternehmen bis zweihundert oder halt Großkonzerne weil auf das macht noch mal diesen Unterschied nach dem.
00:18:35: Natürlich kann man bei der Berufswahl auch in sich selbst anfangen und sich fragen was kann nicht eigentlich am besten?
00:18:42: Ich glaube immer, bei den Hobbys zu gehen.
00:18:45: Also wenn wir die Stärkenberichterratung nennen, man endpflanzt ihn und sagt ach, dann starten wir immer damit um zu überlegen hey was macht ihr eigentlich Spaß?
00:18:53: Und wo liegen deinen Stärkern?
00:18:55: Wenn man selber nicht weiß, wie die Stärke sind, lässt sich Beutelfrage über den Westen folgen.
00:18:59: Ich habe überhaupt geteilt schon du hast Beratungen gehabt hier sowieso zur Zweitwand oder im Wohlen dabei war.
00:19:03: und wenn die Person, die da war, dann nicht beide wusste okay was wird zugänglich?
00:19:08: gut.
00:19:09: Es würde immer da starten, zu gucken was ein Spaß war.
00:19:12: Weil ob ist man in dem was ein Spass war auch sehr gut und selbst wenn man es ums Ostern hat man ihn nur wahrscheinlich fällt das man gerne bieten wird.
00:19:20: Deshalb würde ich immer damit anfangen zu gucken Was bringt mir Freude?
00:19:24: Wo habe ich Bock besser zu werden?
00:19:26: Wo möchte ich es an mir arbeiten?
00:19:27: Am Ende gibt's natürlich kein Erfolgsrezept Aber am Ende des Tages nun auf der Berufsmesse kann man anhand den zufriedenen Gesicht dann sehen dass doch einige einen Schritt weitergekommen sind und sich nun auf den Heimweg machen können.
00:19:43: So, jetzt kommen
00:20:04: wir auch schon zum letzten Teil dieser Folge.
00:20:07: Ich würde euch denn echt gerne am Ende der Folge noch kurz reflektieren mit einer anderen Person über das Thema.
00:20:14: Und dazu habe ich heute eine ganz tolle Person eingeladen, und zwar
00:20:18: meinen
00:20:19: Freund Kahn!
00:20:20: Er hat gerade seinen Bachelorabschluss gemacht – und das ist natürlich eine perfekte Möglichkeit, über die eigene Berufswahl zu reflektieren.
00:20:28: Hi Kahn, wie war es bei dir mit der Berufsorientierung?
00:20:32: Also für mich war das quasi so... man hat das Leben über keine Entscheidungen getroffen.
00:20:41: Mit unter zwanzig kommt dann so der Punkt, wo du sagst okay.
00:20:43: So junger Mann was willst du machen mit deinem Leben?
00:20:51: Ich war auf jeden Fall in einer Verfassung, wo ich so war ja mach mal das.
00:20:58: Also du meinst du warst dich so richtig darauf vorbereitet jetzt da eine Entscheidung zu treffen?
00:21:04: Ne
00:21:05: also ich war nicht viel damit komfortiert.
00:21:09: weder in meinem Elternhaus noch in der Schule hatte ich das Gefühl
00:21:13: Ja.
00:21:15: Was denkst du, was hat so deine Familie da für eine Rolle gespielt auch bei deinem
00:21:19: Weg?
00:21:21: Genau ich bin klassisch türkische Arbeiterfamilie.
00:21:27: So Papa arbeitet, Mama Hausfrau.
00:21:31: Ich bin die dritte Generation meiner Eltern Zweite und wir haben eine sehr große erweiterte Familie.
00:21:38: Die wurden in Europa also Deutschland Frankreich Österreich sind sie verteilt, sehr viele Onkel tanten und die haben natürlich auch viele Kinder.
00:21:48: Also viele Cousins mit denen man dann verglichen wird wenn man groß wird.
00:21:52: Vielleicht hören das auch einige Leute, die da ein bisschen roulaten können.
00:21:57: Da ist es auf jeden Fall eine Seltenheit.
00:22:02: Zumindest damals gewesen.
00:22:03: ich weiß nicht wie's jetzt ist mit den Jüngeren aber allein dass man aufs Gymnasium geht oder dass man studiert.
00:22:12: Deswegen hab ich Mama da in meinem Himmel gelobt mit meinem Soziologie-Studium.
00:22:17: Irgendwann ist sie auch nicht viel davon verstehen, also das ist definitiv ganz anders als die Akademie-Karfamilie Experience?
00:22:24: Ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen!
00:22:26: Meine Familie kommt ja aus der Landwirtschaft und da war es erstmal für mich gleich, gehe auf die Realschule und danach wollte ich auch Viehbeuerin werden.
00:22:40: Dann hat sich das aber doch geändert und ich habe aufs Gymnasium gewechselt, hab mein Abi gemacht.
00:22:45: Und bin jetzt an meinem Masterstudium.
00:22:49: Da hätte ich auch nie gedacht, dass das mal dazu kommt... Es war ja auch nicht der Plan, dass ich nach dem Abi dann noch ein Studium anfange.
00:22:57: Anders wie bei dir!
00:22:57: Das
00:22:58: hat sich angefühlt wie so der normale Weg.
00:23:05: Ich hatte immer schon irgendwie dieses...ich rät bisschen hochgestochen
00:23:19: Ja, das kann ich verstehen.
00:23:22: Das ist dieser Glauben von es muss schon bestimmter Typ Mensch sein der irgendwie aufs Gymnasium kommt.
00:23:29: Aber wie waren denn so bis jetzt deine Erfahrungen mit dem Arbeitsmarkt?
00:23:33: Bei
00:23:33: einem Ben im Studium wird man ja auch Jobben.
00:23:36: so Ja, da geht's schon noch.
00:23:39: Also... falls es irgendeinem hilft Ich hatte bessere Erfahrungen, damit einfach bei Orten reinzulaufen und dann mit Kacken da zu fragen oder Leute auf WhatsApp anzuschreiben.
00:23:52: Kann ich bei euch in der Greife arbeiten?
00:23:55: Als diese ganzen Indie-Seiten wo man dann Lebensläufe schickt und alles ist so formal, formal... Dann kriegt man nach zwei Monaten eine Antwort und eine E-Mail und erinnert sich selbst nicht mehr.
00:24:10: Bei mir hat es besser geklappt.
00:24:12: Ja, das habe ich jetzt eben schon viel gehört.
00:24:15: Dass einfach der persönliche Kontakt dann viel besser klappt.
00:24:19: Ich hab die meisten Jobs ja so innerhalb meiner Familie bekommen.
00:24:24: Das ist in der Landwirtschaft ganz geschickt.
00:24:27: Aber jetzt wenn es um Praktika ging Journalismus Medienbranche ist auch schwer einzusteigen.
00:24:33: Da fehlt einem dann der persönlichen Kontakt jemand zu kennen das Netzwerk irgendwo anfangen zu können.
00:24:39: aber jetzt du meintest Auch durch die Schule hattest du gar keine Berührungspunkte mit der Frage zur Bruchswahl.
00:24:47: Was würdest du dir da wünschen?
00:24:50: Was richtig cool wäre so, wenn der Fokus nicht nur ein bisschen mehr drauf wär, was machen wir eigentlich nach der Schule und was studieren wir und worauf arbeiten wir hin sondern dass das halt vielmehr im Mittelpunkt gerückt wird.
00:25:09: also kam einmal im Schuljahr oder so, pro Fach mal jemand kommt und vielleicht in Geschichte übernimmt mal eine Stunde oder so ein Archivar.
00:25:21: Also...
00:25:22: Ja!
00:25:24: Und dann sitzt in der Klasse halt die Geschichteasse und die voll am Thema interessiert sind und sind so wie wenn man sich die Schüler reinversetzt.
00:25:36: das muss brutal interessant sein.
00:25:39: Was kann ich denn machen, wenn ich mir lieblingsfach studiere?
00:25:43: Ja das könnte natürlich das Berufsthema auf unterschiedliche Fächer verteilen.
00:25:48: Damit auch die Stofflast verringern und man hat ja auch unterschiedliche Lehrer und hat damit unterschiedliche Perspektiven.
00:25:56: von dem her ein spannender Vorschlag.
00:26:00: Und natürlich am Ende meiner Frage was würdest du anderen jungen Menschen raten?
00:26:06: Also wenn ihr nicht das Glück habt, dass ihr Menschen auf dem Umfeld habt die den Weg schon gegangen sind und euch da Einblicke geben könnt wie es auf der anderen Seite aussieht.
00:26:17: Dann würde ich sagen sucht diese Leute auf also entweder im Internet oder Reddit.
00:26:25: keine Ahnung Erfahrungsberichte lest euch Sachen durch.
00:26:29: klar so ist kann sein dass man von einer Erektode auf dumme Ideen kommt.
00:26:35: Deswegen braucht man eine Fülle an Info und schaut einfach, es gibt so viele da draußen.
00:26:44: Und irgendwas muss man machen.
00:26:47: Wenn man denkt was ist meine Berufung?
00:26:49: Wovon würde ich geschaffen?
00:26:50: Keine Ahnung.
00:26:52: Irgendwas musste halt machen.
00:26:54: Leben ist lang!
00:27:00: Das Leben ist Lang.
00:27:02: Mit diesen weißen Worten schließe ich jetzt auch diese Folge Am Donnerstag geht es weiter.
00:27:09: Dann schauen wir uns das Gymnasium und die Akademiker ein bisschen genauer an.
00:27:15: Ich bedanke mich bei allen, die mitgemacht haben – und bei Khaled Kemmel für die Musik!
00:27:20: Bis dann!
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